Gurtband in allen Variationen/Oppermann Group – seit 1848 in Einbeck

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„Innovation ist für uns kein Werbemotto, sondern täglich aufs neue gelebte Realität", sagt Andreas Oppermann CEO der Oppermann Group. Gurtband ist die Welt der E. Oppermann Mech. Gurt- und Bandweberei GmbH. Seit 1848 – inzwischen in 5. Generation - hat sich das Familienunternehmen ganz dem Thema Gurtband verschrieben. Von Einbeck aus agiert das Traditionsunternehmen international – an zehn Standorten weltweit sind die Oppermanns im Einsatz.

Garnlager, Weberei, Färberei und Aufmachung - 400 Tonnen Garn im Monat beziehungsweise 5.000 Tonnen pro Jahr werden in Einbeck verarbeitet. Die zehn bis zwölf Kilogramm schweren Spulen werden inzwischen von einem Aufsteckroboter in Position gebracht. Die Software dafür wurde im Unternehmen selbst innerhalb von drei Jahren entwickelt und passgenau eingerichtet, um die Gatterwagen zu bestücken. Innerhalb der vergangenen Jahre hat es erhebliche technische Erneuerungen im Unternehmen gegeben: Neben den roboterbetriebenen Garnladesystemen wurden effizientere Webmaschinen, energiesparende Färbeverfahren, vollautomatische Online-Videoinspektion, vollvernetzte Software und einiges mehr in Einbeck entwickelt und in die Praxis umgesetzt.
Auch werden laufend neuartige Gurtbandprodukte entwickelt, um den ständig steigenden Erwartungen der Kunden zu entsprechen. Die Anwendungsbereiche der Produkte reichen von der Personensicherung im Straßenverkehr über Ladungssicherung bis hin zur Medizintechnik. „Wir sind stolz darauf, so vielfältige Branchen versorgen zu können. Egal, ob es sich um Hebegurtband für die Bauindustrie, Flugzeugsicherheitsgurte oder Falldämpfer handelt, wir liefern für jede Anforderung das optimale Gurtband.“
1848 gründete Eduard Oppermann die E. Oppermann Mech. Gurt- und Bandweberei GmbH in der Einbecker Marktstraße. Durch den frühen Einsatz einer Dampfmaschine im Jahr 1870 entwickelte sich die Firma schnell vom Handwerks- zum Industriebetrieb. Das Mutterunternehmen ist seit dem Gründungsjahr in Einbeck ansässig. Durch partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Kundschaft, verbunden mit regelmäßiger Ausweitung der Produktionskapazitäten sowie einem ständigen Streben nach Effizienz, hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Gurtbandhersteller entwickelt. Dabei legt Andreas Oppermann mit seiner Familie Wert auf die regionalen Wurzeln. Vertreten ist Oppermann in China, in den USA, in Großbritannien, in der Slowakei und im vergangenen Jahr wurde ein Werk in Vietnam eröffnet.
Die drei chinesischen Firmen, die man seit 2002 gegründet habe, seien eine Erfolgsgeschichte, berichtet Andreas Oppermann. Ohne China stünde das Unternehmen nicht dort, wo es heute sei. Aber auch die 2014 erfolgte Gründung des US-amerikanischen Standorts in Piedmont, South Carolina, war von großer Bedeutung: Zusammen mit der 2017 vollzogenen Übernahme des damaligen Marktführers in USA, Southern Weaving Inc, erfolgt von hier aus mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Gruppe. 2006 folgte die Expansion in die Slowakei. Im gleichen Jahr wurde in Einbeck Oppermann Automotive Webbing gegründet. Nach Großbritannien ging es 2014 und 2016; gerade der letzte Zukauf sei aufgrund der Brexit-Sorgen entstanden, so der Unternehmer. Wenn das Pfund in diesem Szenario zusammenbreche, könne man den britischen Markt vom Inland aus beliefern. Im Vergleich zu den Strafzöllen sei der Brexit aber eher ein kleines Thema
Das Unternehmen betont, dass jedes denkbare Gurtband an mindestens einem Standort hergestellt werden kann. Insgesamt verfügt die Unternehmensgruppe über 735 Mitarbeiter und 75.850 Quadratmeter Produktionsfläche.
Einbeck wurde 1994 im Rahmen eines Management-Buyouts von Beate und Andreas Oppermann übernommen, zunächst für einen Neustart ohne Autogurte. Aber Qualität hat die Kunden überzeugt: »In unserer Nische sind wir Weltmarktführer«, stellt er fest. Und gerade diese Nische sei günstig: Die Großen hätten kein Interesse daran. Den wesentlichen Teil der Produktion machen, weltweit gesehen, Hebebänder mit einem Anteil von einem Drittel aus. 20 Prozent entfallen auf Produkte zur Ladungssicherheit, 14 Prozent auf den Automotive-Bereich. Einbeck sei dabei die Keimzelle für andere Standorte, wobei man sich gegenseitig unter die Arme greife: Es gebe immer mindestens einen weiteren Produktionsstandort als »Back up«.

Forschung und Entwicklung machen in diesem Geschäft einen wesentlichen Teil des Erfolgs aus; dieser Bereich soll aufgewertet werden und an Bedeutung gewinnen. Prozess- und Produktentwicklung werden seit kurzem von Sohn Falk Oppermann geleitet. Er wird langfristig die Geschäftsführung und Gesellschafterposition der Gruppe übernehmen und somit das Unternehmen in 6. Generation weiterführen.

Weitere Informationen zum Unternehmen unter www.oppermann-bandweberei.de

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