Niedersachsen will Zentrum für grünen Wasserstoff werden

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Das Bundesland Niedersachsen hat ein Wasserstoff-Netzwerk ins Leben gerufen. Energie- und Umweltminister Olaf Lies will das Land so zur Nummer Eins bei dem grünen Gas machen. Niedersachsen sieht sich in bester Position, um in Deutschland zum Zentrum für grünen Wasserstoff zu werden. Das sagte Landes-Energie- und Umweltminister Olaf Nies.

Niedersachsen sei schon jetzt Energieland Nummer eins. „Niedersachsen hat aber auch allergrößte Chancen, Wasserstoffland Nummer eins zu werden.“ Zu diesem Zweck hat Lies das neue „Niedersächsische Wasserstoff-Netzwerk“ ins Leben gerufen. Fast 90 Beteiligte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden seien sich beim ersten Treffen in Hannover aber auch einig gewesen, dass noch die wichtigsten Weichen zu stellen seien. „Wir haben keine Zeit mehr“, so Lies. „Wenn alle Klimaschutz und grünen Wasserstoff wollen, führt aber auch kein Weg am konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien vorbei.“
„Wir erzeugen schon jetzt jede Menge erneuerbare Energien an Land. Und wir generieren große Mengen erneuerbarer Energien über den Offshore-Bereich, aus denen am Ende grüner Wasserstoff entstehen kann“, so Lies. Aber: „Den bundesweiten Bedarf werden wir nicht komplett selbst decken können. Wir müssen also importieren. Und dafür ist Niedersachsen mit seiner Küsten- und Hafeninfrastruktur bestens geeignet. Diese Jahrhundertchance dürfen wir nicht an uns vorbeiziehen lassen.“ Erklärtes Ziel der Landesregierung sei es, Niedersachsen zur Drehscheibe und zum Hauptproduzenten für grünen Wasserstoff in Deutschland zu machen. Außerdem will Lies weitere industrielle Produktions- und Veredelungsschritte ansiedeln, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land zu sichern und auszubauen.
Dafür stehen aus den Haushalten im Rahmen der Corona-Krise und für das Jahr 2021 rund 100 Millionen Euro aus zur Verfügung. Und auch die rund neun Milliarden Euro, die der Bund in den Ausbau der Wasserstofftechnologie stecken will, „sind ein unglaublicher Schub.“ „Und das muss auch so sein”, so Lies weiter. “Wir können nach der Krise nicht einen Schritt zurück und einfach weitermachen wie noch vor zehn Jahren! Sonst kommen wir aus der Klimakrise nicht raus. Das ist beim Thema Wasserstoff zum Glück auch endlich in Berlin angekommen. Darüber bin ich sehr froh. Denn über allem muss der Klimaschutz stehen. Und darum brauchen wir – über die Wasserstoffstrategie des Bundes hinaus – intelligente, innovative und zukunftsweisende Wasserstoffprojekte.“ Denn es gehe nicht nur um die große Stahl- oder Chemieindustrie. Es gebe auch viele kleine und mittelständische Betriebe und den Mobilitätssektor, die Unterstützung beim Umstieg auf Wasserstofftechnologie brauchten.
Das neu gegründete „Wasserstoff-Netzwerk“ werde die Marschroute des Landes unterstützen. Es soll die bereits vorhandenen Kompetenzen bündeln. Es werde sich künftig regelmäßig treffen, um gemeinsam die Wasserstoffwirtschaft und -technologie voranzutreiben. Gemeinsam mit dem Netzwerk will Lies dann auch die Weichenstellungen auf der Bundesebene beeinflussen. „Über den Bundesrat, aber auch in meiner neuen Funktion als Vorsitzender des Beirates der Bundesnetzagentur, werden jetzt zügig die Weichen stellen. Die EEG-Umlage für Wasserstroff müsse fallen. Außerdem gehe es darum, die Regulierung für Wasserstoffnetze zu schaffen und sinnvolle Quoten zur Sicherstellung eines Marktes einzuführen.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

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