Mit Smart Farming zum Erfolg / 5G-Projekt im Landkreis Northeim

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Südniedersachsen. Ein innovativer Verbund möchte den neuen 5G-Mobilfunkstandard nutzen, um die intelligente Landwirtschaft in der Region voranzubringen. Das Projekt „5G NortNet“ soll eine digitale, dezentrale und grüne Wertschöpfungskette etablieren. Am Projekt beteiligt sind die SüdniedersachsenStiftung, die Agrar-Betriebsgemeinschaft Leine-Solling GbR, die Abteilung Agrartechnik an der Universität Göttingen, die Agvolution GmbH, die KWS SAAT SE & Co. KGaA, der Landkreis Northeim und die Vodafone GmbH.

Nachdem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im vergangenen Dezember bereits eine neunmonatige Konzeptphase für das Projekt bewilligt hat, hat das Konsortium Ende August einen Förderantrag zur Umsetzung im Rahmen des 5G-Innovationsprogramms eingereicht.

Mit Smart Farming zum Erfolg

Um die digitale Transformation der Landwirtschaft nachhaltig voranzutreiben, sollen Datenübertragung in Echtzeit und intelligente Sensorik die Produktionsprozesse ressourcenschonender und transparenter gestalten. Vorstellbar ist beispielsweise der Einsatz modernster Drohnen, die hochauflösende Bilddaten sammeln und diese zur direkten Datenverarbeitung in eine Cloud übermitteln. Dadurch könnten Handlungsempfehlungen nahezu in Echtzeit zurück an den Landwirt und die Steuereinheit der Landmaschine gesendet werden. „Die Möglichkeiten, die Smart Farming bietet, lassen sich nur mit dem entsprechenden Ausbau der Infrastruktur nutzen“, sagt Dr. Hagen Duenbostel, Vorstandssprecher bei KWS. Für ihn reicht das Potenzial von 5G NortNet jedoch weit über die Anwendung in der landwirtschaftlichen Produktionskette hinaus: „Mit dem Projekt setzen wir neue technologische Maßstäbe, liefern Wachstumsimpulse für den ländlichen Raum und stärken die Zusammenarbeit in der Wirtschaftsregion Südniedersachsen.“ Denn: Abgesehen von den Effizienzgewinnen im Pflanzenbau und der landwirtschaftlichen Praxis, eröffnen sich dank der 5G-Technologie auch Zukunftspotenziale für digitale Innovationen außerhalb der Agrarbetriebe. Auch Dr. Jochen Kuhl, Vorstandsmitglied der SüdniedersachsenStiftung, betont: „Die Erkenntnisse aus dem Projekt zu Datengewinnung, -verarbeitung und -vernetzung erzeugen sowohl allgemeine als auch spezifische Impulse zur Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz und Automatisierung.“

Breite Beteiligung an dem Projekt

Um die Ziele zu erreichen, unterstützen neben den Konsortialpartnern sieben weitere Kooperationspartner aus Wirtschaft und Wissenschaft das Vorhaben, das im Landkreis Northeim umgesetzt werden soll. „Eine moderne digitale Infrastruktur ist ein wesentlicher Bestandteil für einen attraktiven ländlichen Raum“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Falls das BMVI zu Gunsten des Projekts entscheidet, soll die Umsetzung ab Januar 2021 in fünf Anwendungsfällen gelingen: Von der Entwicklung einer 5G-Farmcloud über den Einsatz von Scout-Drohnen bis hin zur Optimierung der Erntelogistik werden unterschiedliche Bereiche der modernen Landwirtschaft berücksichtigt. „Der Einsatz von 5G in der Landwirtschaft birgt enorme Potenziale: Von höherer Effizienz und Effektivität bis hin zu einer klimafreundlicheren Produktion,“ betont Dr. Tim Schneider, der als Geschäftsführung der Südniedersachsenstiftung die Konsortialführung des Projekts übernimmt. Schneider ergänzt: „Wir kombinieren die Netzwerkstrukturen in Südniedersachsen mit der regionalen Expertise im Bereich des Agrarsektors, um maximale Synergien zu realisieren und unsere Region in ihrer Entwicklung weiter voranzubringen“.

Weitere Informationen zur Bekanntmachungder Förderrichtlinie „5G Innovationswettbewerb im Rahmen der 5x5G-Strategie“ des Bundesministeriums für für Verkehr und digitale Infrastruktur finden Sie hier: Bekanntmachung des BMVI vom 15. Juli 2019.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag https://einbeck-business.de/businessnews/artikel/auf-dem-weg-zur-5g-pionierregion-nortnet-will-wegbereiter-fuer-digitale-wertschoepfungsketten-in-der-landwirtschaft-sein

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